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Portraitfotografie 2017-07-30T17:41:17+00:00

Portraitfotografie

Portraitfotografie: Wie erstelle ich Portraitfotos  und welche Technik verwende ich dafür?

Portraitfotografie ist meine große Leidenschaft. Ich liebe es, Menschen in den verschiedensten Situationen  zu fotografieren. Es ist für mich reizvoll, immer wieder neue Locations und neue Modelle zu kombinieren und damit etwas ganz Neues zu erschaffen.

Hier nun meine Erfahrungen mit der Portraitfotografie:

1. Wie komme ich an Modelle für schöne Portraits?

Ich habe am Anfang mit Bekannten angefangen. Das ist am einfachsten, weil man sich schon kennt und es keine Berührungsängste gibt. Da ist es auch kein Problem, wenn es bei manchen Portraits mal etwas länger dauert oder die Bilder nicht gleich so werden, wie du sie dir vorstellst. Rede vorher offen darüber, dass du verschiedene Sachen ausprobieren willst und vielleicht auch noch nicht so viel Erfahrung in der Portraitfotografie hast. Das nimmt schon mal einen großen Teil der Spannung.

Wenn du jetzt schon zwei, drei Portraitshootings hinter dir hast, kannst du den nächsten Schritt wagen. Lege dir zum Beispiel ein Portfolio in der Modelkartei oder einer ähnlichen Plattform an. Da kannst du dann Modelle aus deiner Region anschreiben und sie fragen, ob Interesse an einem gemeinsamen Fotoshooting besteht. So kannst du dir nach und nach dein Portfolio aufbauen und dabei üben. Und verliere nicht den Mut, wenn mal ein Modell nicht mit dir fotografieren will. Das ist ganz normal und passiert jedem mal. 😉

2. Wie findest du die richtige Location für dein perfektes Portrait?

Zurzeit fotografiere ich am liebsten in der freien Natur oder bei den Modellen zu Hause.

Was dabei die Vor- und Nachteile sind und auf was du achten musst, möchte ich dir im Folgenden erklären:

Es gibt fast überall super Locations für Portraits, doch oft bemerkt man sie nicht. Geh doch mal bewusst raus und schau dich in deiner näheren Umgebung um. Du wirst merken, wie viele Locations es eigentlich gibt, wenn man nur bewusst danach Ausschau hält. Sträucher, Hausfassaden, große Tore, Ziegelwände, Birkenwälder und noch vieles mehr sind super für die Portraitfotografie geeignet.

Achte im Allgemeinen darauf, dass der Hintergrund nicht so unruhig ist. Aufpassen solltest du auch bei Signalfarben im Bild (z. B. Rot), da sie die Aufmerksamkeit zu  stark auf sich ziehen und vom Modell ablenken. Hier hast du zwei Möglichkeiten: Du setzt sie entweder bewusst ein oder du vermeidest sie.

Um den Hintergrund schön weich auslaufen zu lassen, sind die Brennweite und die Blende entscheidend. Das erkläre ich dir weiter unten noch einmal im Detail.

Warum solltest du den Schatten suchen?

So hast du immer ein schönes weiches Licht, welches das Fotografieren um vieles erleichtert. Sobald du dein Modell in die Sonne stellest, kann es passieren, dass dein Modell unschöne Schatten im Gesicht hat oder die Augen aufgrund der Sonne nicht ganz offen sind – und im schlimmsten Fall zu tränen anfangen. Dies alles umgehst du, wenn du den Schatten zu Hilfe nimmst.

Portraitfotografie Outdoor

– die Vorteile:

  • du hast meistens viel Platz
  • du hast unendlich viele Möglichkeiten zum Fotografieren
  • viel Licht vorhanden

– die Nachteile:

  • du bist nicht immer ungestört
  • wetterabhängig

Beispiele dazu findest du hier.

Portraitfotografie Indoor

– die Vorteile:

  • du bist wetterunabhängig
  • meist ungestört

– die Nachteile:

  • es wird schnell mal eng
  • meist ist nicht so viel Licht vorhanden

Beispiele dazu findest du hier.

3. Welche Brennweiten verwende ich für meine Portraits?

Zurzeit fotografiere ich fast ausschließlich mit dem Sigma Art 35mm, dem Sigma Art 50mm oder auch manchmal mit dem Canon 85mm. So und das war’s schon. 😉

Alle drei sind Festbrennweiten. Ganz einfach aus dem Grund, weil die Abbildungsleistung um ein Vielfaches besser ist als bei einem Zoomobjektiv. Der Vorteil daran ist, dass ich mich bei einem Zoomobjektiv nicht so viel bewegen muss. Da ich mich gern bewege, ist dieser Vorteil für mich aber nicht relevant.  😉

Falls du noch keine Festbrennweite hast, rate ich sehr dazu, dir eine zu kaufen. Der Unterschied ist enorm!

So musst du dich mehr bewegen und den perfekten Standort suchen, um deinen gewünschten Ausschnitt zu bekommen – und setzt dich so noch intensiver mit deinem Bild auseinander. Ein Gewinn für alle!

Wenn du mit Canon fotografierst, kannst du dir schon für ca. 120€ eine 50mm Festbrennweite mit Blende 1.8 Canon EF 50mm 1:1.8 STM besorgen.

 4. Was ist die richtige Blende für schöne Portraits?

Mal eins vorweg: In der Portraitfotografie gibt es kein Richtig oder Falsch – genauso wenig wie in allen anderen Kategorien der Fotografie.

Wenn dir dein fotografiertes Bild gefällt, ist alles cool.  😉

Also, wie ist das jetzt mit der Blende?

Ich empfehle dir, Portraits möglichst offenblendig zu fotografieren. Das bedeutet, dass du deine Blende an der Kamera möglichst klein einstellst. In Zahlen ausgedrückt: Ich verwende meist Blenden von 1,4 bis 2,8. Das hat für mich mehrere Vorteile. Zum einen kann ich so die Augen mehr betonen, da nur ein ganz kleiner Teil im Bild scharf abgebildet wird. Das sollten immer die Augen sein!

Und zum anderen bekomme ich so einen wunderschönen weich verlaufenden Hintergrund. Dadurch werden eventuelle Störungen im Hintergrund durch ihre Unschärfe einfach ausgeblendet und der Hintergrund wird ruhiger/harmonischer.

Ein weiterer großer Vorteil einer offenen Blende ist die deutlich kürzere  Verschlusszeit. Somit ist die Gefahr von verwackelten Fotos wesentlich geringer. Das mag im Freien durch meist gute Lichtverhältnisse kaum eine Rolle spielen, sobald du jedoch drinnen fotografierst, sieht die Sache schnell anders aus. Also schön die Blende auf!

5. Auf was solltest du scharf stellen?

Das hatte ich ja oben schon mal kurz erwähnt.

Stelle immer auf die Augen scharf!

Denn sind diese scharf, dann hat der Betrachter immer das Gefühl, dass das ganze Bild scharf ist. Also fokussiere ganz bewusst auf die Augen.

6. Brauche ich Zubehör in der Portraitfotografie?

Brauchst du nicht aber ich verwende welches. 😉

In letzter Zeit habe ich immer zwei verschiedene Sachen mit dabei. Je nachdem wo ich fotografiere und was das fertige Portrait aussagen soll.

Zum einen habe ich eine kleine Softbox und zwar die SMDV D60 II Firefly Pro, die ich auf ein Stativ stelle und mit einem Aufsteckblitz betreibe. Diese Kombi ist leicht und äußerst praktisch. Und die zweite Sache, die ich oft dabei habe, ist ein Sunbounce Mini Reflektor Kit mit der Bespannung Zebra + eine extra Bespannung in Weiss und Silber. Den spanne ich mir auch auf ein Stativ. Hier noch ein kleiner Tipp: Vergiss nie den Sandsack! Sonst könnte dein Reflektor schnell mal von der nächsten Böe weggetragen werden.

Die genaue Auflistung meines Zubehörs folgt in einem neuen Blogpost. Jetzt soll es erst einmal genug sein.

Falls du noch Fragen hast oder über ein anderes Thema mehr erfahren willst, dann melde dich gern bei mir. Ich bin gespannt, was dich so interessiert.

PS: Wenn dir meine Fotos und meine Homepage gefallen, dann like doch meine Seite – ich würde mich riesig freuen!

Danke für deine Zeit!

Marko 🙂