Die 4 geheimen Schlüssel, um ein besserer Fotograf zu werden

Ich bin stolz auf dich! Du hast schon viel mehr erreicht als die Meisten!

Heute geht es nun um den 4. und letzten Schlüssel. Für manche ist es gar der entscheidente Schlüssel, um ein besserer Fotograf zu werden.

4. Schlüssel

Die Zusammenarbeit mit dem Modell

Eins vorweg.

Die Zusammenarbeit mit dem Modell ist nicht nur auf die Zeit während des Shootings beschränkt.

Nein, es geht schon viel eher los.

Lass dein Model am Entstehungsprozess für dein Projekt teilhaben.

Frage sie nach einer schönen oder spannenden Lokation, für das jeweilige Projekt. Oder frage sie nach ihrer Meinung, welche Art von Garderobe sie für den jeweiligen Bildstil für passend hält.

Wenn du dein Modell von Anfang an in dein Projekt mit einbindest. Wird es zu eurem Projekt.

Dein Modell wird dadurch viel en­ga­gierter bei der Sache sein.

Am Tag den Shootings

Falls du mit Blitzen, Dauerlicht oder welchem Zubehör auch immer arbeitest, baue nach Möglichkeit schon alles vorher auf. Also bevor das Modell kommt. Alternativ kannst du es auch, in der Zeit wo dein Modell geschminkt wird, aufbauen.

Wenn das alles nicht geht, dann versuche, deinen technischen Aufbau möglichst klein zu halten. Und baue alles testhalber schon mal einen Tag vor dem Shooting auf. Damit du weist, wie es möglichst schnell und korrekt aufzubauen geht.

Falls du es im Beisein des Modells aufbauen musst, pass auf, dass sich dein Modell in der Zeit nicht langweilt. Sie ist die wichtigste Person am Set. Nicht deine Technik. ;)

Also verwende möglichst wenig Technik. Nicht das sie dich letzten Endes vom Fotografieren abhält, weil du die ganze Zeit irgendwo dran rumschrauben musst oder gerade etwas einstellst. Dadurch machst du dir das Leben nur unnötig schwer.

So, nun geht es aber los! Das Shooting ist im Gange.

Jetzt ist es wichtig, dass du dein Modell immer wieder motivierst und nicht die ganze Zeit auf dein Display schaust. Versuche immer Serien von 10 oder 15 Bilder zu fotografieren und erst dann, schaust du mal wieder auf’s Display. Das ist wichtig!

Um noch einmal auf das Motivieren zurückzukommen. Das ist extrem wichtig!

Jedes Modell braucht in gewisser Weise eine Bestätigung von dir. Damit sie weiß, dass das was sie macht, okay ist.

Doch wenn du die ganze Zeit nur auf dein Display schaust und an deiner Kamera rumschraubst, um die perfekte Einstellung zu finden. Und die ganze Zeit nicht mit deinem Modell redest, wird sie mit der Zeit unsicher. Sie braucht ein positives Feedback von dir.

Sie weiß ja nicht, dass du gerade noch nach der perfekten Belichtung suchst.

Wenn du zweifelnd auf dein Display schaust, denkt sie automatisch. Dass bei ihr etwas nicht okay ist. Deswegen noch einmal. Sie braucht dein positives Feedback. Nur so kann sie sich voll entfalten. Und auch nur so bekommst du die besten Bilder von ihr. Die an diesem Tag möglich sind.

Also kümmere dich nicht so viel um die Technik, sondern kümmere dich um dein Modell!!!!

Vielleicht findest du den Tipp jetzt gar nicht soooo wichtig. Doch ich sehe immer wieder Fotografen in meinen Workshops. Die ganz stumm das Model fotografieren. So ist es auch für das Modell ganz schwierig, eine Beziehung zum Fotografen aufzubauen. Es heißt ja “Zusammenarbeiten” und nicht “Jeder macht sein Ding für sich”.

Bestätigen, bestätigen, bestätigen und das die ganze Zeit. Und falls mal etwas nicht so toll aussieht, verpacke es auf alle Fälle positiv. “Lass es uns so machen, da sieht es noch schöner aus.” ;)

So entstehen Energien und dann könnt ihr gemeinsam einzigartige und atemberaubende Ergebnisse zaubern.

Ich wünsche Dir dabei ganz, ganz viel Erfolg. Und mögen dir die Tipps, bei deinen nächsten Shootings, eine große Hilfe sein.

Ciao Marko